Argumentarium

Viele gute Gründe für ein klares JA

Der Wolf, der Luchs und vereinzelt auch der Bär dringen zunehmend in Gebiete vor, die seit Jahrhunderten von der Land- und Alpwirtschaft genutzt werden. Dort reissen sie Lämmer, Schafe, Ziegen und bereits auch Rindvieh. Damit richten sie grossen finanziellen Schaden an.

Die bewährte natürliche Haltung von Schafen, Ziegen und Vieh auf der Weide oder Alp ist wegen der Grossraubtiere oftmals nicht mehr oder nur unter massiven Einschränkungen möglich. 

Es kann soweit kommen, dass einzelne Gebiete gar nicht mehr bewirtschaftet werden, was einer schleichenden Enteignung gleichkommt. Dafür nimmt die Verbuschung mit all den be­kannten Folgen zu, angefangen von der grösseren Lawinengefahr, bis zur Verarmung unseres traditionellen Wildbestands. 

Dabei wissen wir alle, wie wichtig eine gepflegte Land- und Alpwirtschaft für Uri ist. Nicht zuletzt für den Tourismus, der wesentlich von einer intakten Landschaft profitiert. 

Politik und Verwaltung waren bisher nicht bereit, den ihnen zur Verfügung stehenden Spiel­raum zu nutzen. Sie traten den zahlreichen Problemen rund um den Wolf und Luchs viel zu zaghaft entgegen. Es ist Zeit, ihnen den richtigen Weg zu weisen. 

Die Empfehlungen, mit Herdenschutzhunden die Nutztiere zu schützen, sind gut gemeint, schaffen aber neue Probleme. Denn sie verursachen immer wieder Konflikte sowohl mit dem Tourismus als auch mit den Wildtieren.

Auffallend ist, dass das angeblich friedliche Nebeneinander von Grossraubtieren und freier Weidetierhaltung in sämtlichen Ländern Europas gescheitert ist. 

Im Gegenteil: Die zahlreichen Wölfe und Luchse haben beträchtliche Auslagen verursacht, die in die Hunderttausende von Franken gehen. Diese enormen Kosten müssen vom Bund und Kanton sowie von den geschädigten Landwirten getragen werden. Auch die dauernde Angst vor den Umtrieben der Grossraubtiere führen bei den Tierhaltern und Älplern zu einer erhöhten psychischen Belastung.

Der hohe Luchsbestand (Luchs-Monitoring 2017/18) kann einen sehr grossen Einfluss auf die Reh- und Gämsbestände haben, sowie zu vermehrten Schäden an Nutztieren führen.

Die Populationen der Grossraubtiere sind in der Schweiz rasant gestiegen, es ist Zeit zu handeln.